Countdown läuft: FDP ruft Bürger indirekt zum ‚Bankrun‘ auf.

Der Euro geht in Flammen aufEine kleine Lüge nennt man „Notlüge“, große Lügen „Wahlkampf“ und viele Lügen „Politik“. In Deutschland haben Politiker in den vergangenen Monaten viel Politik gemacht und entsprechend viel gelogen. Sie haben behauptet, die aus unseren Steuergeldern nach Athen überwiesenen Euro-Rettungsmilliarden seien nicht verloren. Und sie haben behauptet, die Ersparnisse der Bürger seien sicher. Nun hat FDP-Generalsekretär Christian Lindner mitgeteilt, dass die Ersparnisse der Deutschen keinesfalls mehr sicher sind. Die Politik bereitet die Bürger jetzt ganz vorsichtig auf den Verlust ihrer Ersparnisse vor. Andere FDP-Abgeordnete sagten am Wochenende zum deutschen Finanzsystem: „Wie jedes Schneeballsystem wird es früher oder später in sich zusammenbrechen“. Noch deutlicher kann man die Bürger wohl kaum darauf hinweisen, dass sie jetzt ihr Geld bei den Banken abheben sollten.

Was macht ein normal entwickelter Mensch, wenn in seiner Nachbarwohnung ein Großbrand ausbricht, die Feuerwehr anrückt und er sein ganzes Vermögen in seiner Wohnung hat? Schließt ein normal denkender Mensch dann seine Wohnungstür, geht entspannt zur Arbeit oder zu Freunden und käme nicht im Traum darauf, seine Wertsachen vor den lodernden Flammen zu retten? Wohl kaum. Unabhängig davon, ob jemand politisch links oder rechts oder nirgendwo steht, religiös oder Atheist, schwarz oder weiß ist – wir erwarten von einem durchschnittlich intelligenten Menschen in einer solchen Situation bestimmte Aktivitäten zur Rettung seiner Wertsachen. Wenn uns jemand warnt, dass ein Haus brennt und wir darin eine Wohnung haben, dann werden wir aktiv.

Nun brennt das Europäische Haus, der Brandherd könnte jederzeit von Griechenland auf andere übergreifen. Auch auf uns. Mit anderen Worten: FDP-Generalsekretär Lindner, der immerhin an führender Stelle der Regierungskoalition angehört, hat ganz offen darüber gesprochen, dass die Finanzprobleme des EU-Staates Griechenland auch die Ersparnisse der Bundesbürger gefährden. Alle deutschen Banken und Versicherungen stellen sich jetzt allmählich auf den Staatsbankrott Griechenlands ein (Athen braucht schon wieder mindestens 120 Milliarden Euro), also auf den Großbrand im Europäischen Haus. Sie halten ihn für nicht mehr abwendbar. Vor diesem Hintergrund sind die Äußerungen des FDP-Politikers nichts anderes als die öffentliche Aufforderung an die Deutschen zum Bankrun.

Auflösung des EurosDoch wir leben in einer merkwürdigen Welt, denn während gerade die Griechen ihre Ersparnisse von der Bank abholen, machen die Bundesbürger weiter, als wäre nichts geschehen. Schon im Jahr 2008 machte die Zeitung Welt die Deutschen darauf aufmerksam, dass ihre Sparguthaben keinesfalls dauerhaft gesichert seien. Damals gab die Bundeskanzlerin allerdings noch eine öffentliche Garantieerklärung für die Sparguthaben ab, um einen Bankrun abzuwenden. Die Garantiezusage gilt heute allerdings nicht mehr. Im Fall des abzusehenden Griechenland-Crashs kann die Bundesregierung künftig jederzeit beruhigt behaupten, sie habe die Bürger doch rechtzeitig vor dem Verlust ihrer Ersparnisse gewarnt (mit den Aussagen Lindners, siehe oben).

Die deutschen Qualitätsmedien lenken die Bürger derweilen vom herannahenden Verlust der Sparvermögen ab, berichten an prominenter Stelle lieber über Tote im weit entfernten Syrien und über vier Kaufhof-Filialen, die vielleicht geschlossen werden. Dabei wäre es an der Zeit die Bürger aufzufordern, ihre Ersparnisse von der Bank zu holen.

Drucken Sie diesen Artikel aus und heben Sie ihn gut auf. Und fragen Sie sich in wenigen Monaten, warum auch Sie so lange mit dem Gang zur Bank gewartet haben. […]

Die drei FDP-Abgeordneten Frank Schäffler, Sylvia Canel und Jens Ackermann haben am 10. Juni 2011 im Bundestag eine persönliche Erklärung abgegeben. Darin bekunden die drei renommierten Abgeordneten zum drohenden Zusammenbruch unseres deutschen Finanzsystems: „Dieses Geldsystem hat ein Schneeballsystem aus ungedeckten, zukünftigen Zahlungsverpflichtungen geschaffen. Wie jedes Schneeballsystem wird es früher oder später in sich zusammenbrechen. Wir befinden uns auf dem Weg in die Knechtschaft.“

Quelle: Kopp Verlag

Wer künftig ein Knecht sein will, der muss jetzt also gar nichts unternehmen. Der lässt sein Geld einfach weiter bei der Bank.

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