„Unerwünschte Personen“: DGB verweigert Gesprächsangebot der NPD.

Zum dem für morgen angesetzten Treffen zwischen DGB Bremen und diversen linksextremen Organisationen, die gemeinsam eine Anti-NPD-Protestkundgebung für Mai planen, wird es nicht zu der inhaltlichen Auseinandersetzung mit führenden NPD-Politikern kommen. Wie der DGB in Bremen jetzt mitteilte, sind die nationalen Spitzenkandidaten Pühse und Faust zu unerwünschten Personen erklärt wurden. Hintergrund des geplanten Zusammentreffens war nach Ansicht der Nationalen die gemeinsamen inhaltlichen Schnittmengen zu einer Reform des Krankenkassenwesens. Die Bremer NPD plant für den Mai des laufenden Jahres einen Sozialkongress, zu dem u.a. auch diese Thematik kritisch erörtert werden soll und zu dem auch die DGB-Chefin Düring eingeladen wurde.

Diese plant demgegenüber jedoch eine Anti-NPD-Kundgebung und lud zu einem Vorabtreffen auf dem 13. Januar ein, zu der sich die Spitzenkandidaten für die Bremer Bürgerschaftswahlen Jens Pühse und Matthias Faust selbst einluden.

Nun kam das erwartungsgemäße Einknicken des DGB: „Die Veranstaltung am 13.01.2011 im DGB-Haus ist KEINE öffentliche Veranstaltung. Sie und Mitglieder ihrer Organisationen sind unerwünscht und von der Teilnahme ausgeschlossen! DGB Bremen.“ Jens Pühse äußerte sich dazu: „Mit der Ausladung und dem Hausverbot, das der Bremer DGB gegenüber der NPD und ihren Spitzenkandidaten nun ausgesprochen hat, wurde wieder unter Beweis gestellt, wer hier ganz offensichtlich die inhaltliche Auseinandersetzung fürchtet. Dennoch halten wir das Gesprächsangebot seitens der NPD aufrecht!“

Auch Matthias Faust bedauert die antifaschistische Verbohrtheit seiner Gegner: „Ich bin immer daran interessiert, meine Gegner kennen zu lernen. Vielleicht hat man sich doch mehr zu sagen, als man zunächst glauben mag. Auch für die linke Szene in Bremen und den DGB wäre dies eine gute Gelegenheit gewesen, Vorurteile abzubauen. Die Tür zum Gespräch stand unsererseits immer offen – und sie steht immer noch offen. Schlagen Sie sie nicht voreilig zu, Frau Düring.“

Quelle: Kompakt Nachrichten

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